bloxwerk.de: Servus Wacki, wir freuen uns natürlich sehr, dass wir uns heute mir dir treffen können. Wir wollen mit dir über das Thema Tennis sprechen. Kannst du vorab mal für uns deine Tenniskarriere in ein paar Worten zusammenfassen?
Wacki: Ich spiele seit ungefähr 25 Jahren Tennis. Im Moment spiele ich in der Herrenmannschaft in der Bezirksklasse 1 an Position 5. Ausserdem in der Herren 30 Mannschaft an Position 2 in der Bezirksliga. Wir sind ungeschlagen Gruppensieger geworden, leider haben wir das Aufstiegsspiel mit 3:6 verloren, was uns den Aufstieg in die Landesliga gekostet hat. Meine derzeitige Leistungsklasse ist 7. Da ich im Moment leider weniger Zeit für Tennis habe, beruflich bedingt, gelingt es mir nicht Turniere zu spielen, ich spiele derzeit einzig und allein die Medenrunde.
bloxwerk.de: Welchen Tennisschläger spielst du momentan, und warum hast du dich gerade für dieses Schlägermodell entschieden?
Wacki: Seit dieser Saison spiele ich den Babolat Pure Drive GT 135th Anniversary (Sonderedition). Im Vergleich zum Vorgängermodell, das ich 5 Jahre gespielt habe - der Babolat Pure Drive - ist die Kombination aus Power und Kontrolle bei diesem Modell noch besser zu spüren. Ob beim Vorhand-Drive mit Power gespielt oder beim Topspin mit guter Länge und Kontrolle, mit diesem Racket passt es einfach. Das Gewicht ist gut verteilt, was mir sehr wichtig ist, da ich mit zu kopflastigen Schlägern nicht zurecht gekommen bin.
bloxwerk.de: Mit welcher Saite bespannst du deinen Schläger? Da der Saitenmarkt eine riesige Auswahl an verschiedensten Saitenmodellen bietet, interessiert es uns natürlich auch sehr, warum du dich für diese Tennissaite entschieden hast?
Wacki: Ich spiele seit einigen Monaten die Saite von Babolat - Addiction mit einer Stärke von 1.25 mm. Diese bevorzuge ich im Moment, da mein Saitenverschleiß durch meinen extremen Vorhand-Topspin sehr hoch ist. Bei einer Saite aus beispielsweise Nylon ist die Lebensdauer einfach zu gering, da käme ich aus dem Bespannen nicht mehr raus. Die Addiction ist eine multifile Polyurethansaite (mix aus Polyamidfasern und Polyurethan) und bietet Komfort, Kontrolle, Power und eben eine längere Haltbarkeit.
bloxwerk.de: Wie hart bespannst du deinen Schläger? Und warum hast du dich für diese Bespannungshärte entschieden?
Wacki: Der Schläger wird mit 24 Kilo bespannt, für dieses Modell ist diese Bespannungshärte eher im unteren Bereich angesiedelt, um eine gute Kontrolle bei den Grundlinienschlägen zu erzielen, und um aber auch mit viel Druck und Power Winner schlagen zu können.
bloxwerk.de: Was ist für Dich der "beste Tennisschläger"?
Wacki: DEN besten Tennisschläger gibt es wohl nicht - zumindest nicht für alle, da alle einen anderen Anspruch haben. Die eine Gruppe von Spielern braucht einen Oversize Schläger mit vergrößertem Sweet-Spot, die andere Gruppe die Midsize Schläger da ihr Spiel beispielsweise mehr auf Serve & Volley ausgelegt ist. Je nach Spielertyp und Spielveranlagung gibt es DEN besten Schläger also nicht sondern viele sehr gute.
bloxwerk.de: Wie würdest du die ideale Bespannungshärte definieren?
Wacki: Hier ist es auch wieder je nach Spielertyp individuell. Als Hopp oder Top Spieler mit hartem Aufschlag und druckvollen Grundlinienspiel, der bei jeder Gelegenheit versucht den Punkt zu machen, der wird eine etwas weichere Bespannung wählen. Ein sicherer "Sandplatzwühler" wird die etwas härtete Variante wählen um seinem Spiel die nötige Sicherheit und Kontrolle zu geben.
bloxwerk.de: Hast spezielle Tipps für den Aufschlag?
Wacki: Ich bin nicht der "harte" Aufschläger. Ich versuche am Anfang eines Spieles die Schwächen meines Gegners zu erkennen um diese mit dem Aufschlag gezielt anzugreifen. Kommt mein Gegner also mit einem Topspin-Schlag nicht so gut zu recht, dann werde ich ihm immer wieder einen Kick-Aufschlag servieren. Hat er mehr Probleme mit der Rückhand und ist stärker mit der Vorhand, dann wird die Rückhand-Seite immer wieder angespielt beim Aufschlag. Damit sich mein Gegner nicht nach ein paar Aufschlägen darauf einstellen kann, wird immer wieder mit einem anderen Aufschlag variiert - entweder ein Slice-Aufschlag oder auf die Vorhand usw.
bloxwerk.de: Was ist deine Taktik oder Spielweise beim Tennis?
Wacki: Ähnlich wie beim Aufschlag. Das Erkennen der Schwächen des Gegners, ein variables Spiel wie z.B. Topspin und Slice im Ballwechsel kombinieren, mal einem Stop spielen oder bei einem kürzeren Ball auch mal ans Netz gehen um den Punkt zu machen, oder den Gegner zu einem Fehler zwingen.
bloxwerk.de: Hast Du Tipps für den Matchball?
Wacki: Ich würde sagen, man darf den Matchball nicht wie einen "besonderen" Punkt sehen. Wenn ein Spieler beim Matchball Gedanken wie "jetzt bloß keinen Doppelfehler" oder "einfach sicher rein" hat, dann wird es schwierig den Punkt für sich zu entscheiden. Vor dem Ballwechsel einmal tief durchatmen, volle Konzentration aber nicht zu viel denken, dann klappts auch!
bloxwerk.de: Wie konzentrierst Du dich in engen Spielsituationen?
Wacki: Zur Ruhe kommen, nochmal eine kleine Runde gehen, die Schuhe abklopfen - da hat jeder so sein Ritual. Den vorigen Fehler aus dem Gedächtnis streichen, schon Gedanken machen wie die nächste Spielsituation eröffnet wird.
bloxwerk.de: Was für Tipps würdest du einem Tennis-Anfänger mit auf dem Weg geben?
Wacki: Wenn man ein echter Anfänger ist, ist es schon sinnvoll bei einem guten Trainer das Tennisspielen zu lernen. Die Gefahr, wenn man es sich selber beibringt ist, dass man die Bewegungsabläufe, Griffhaltung etc. falsch erlernt und diese dann später umso schwieriger wieder umzustellen sind. Aber zwischendurch ist es genau so wichtig, das man auch mit anderen Spielern spielt, damit man nicht nur die schön zugespielten Bälle bekommt, sondern auch das Auge und Gespür wie könnte der Ball jetzt springen, oder wo wird dieser denn landen.
bloxwerk.de: Wie oft sollte man einen Schläger neu bespannen?
Wacki: Ich achte darauf, das ich vor jedem Spiel einen frisch besaiteten Schläger in der Tasche habe. Außerdem einen, der nicht länger als 3 Stunden gespielt wurde, was aber auch von Spieler zu Spieler unterschiedlich ist. Die Tennisbesaitung verliert durch das Spielen im Laufe der Zeit immer mehr Bespannungshärte. Dadurch verändern sich aber auch die Spieleigenschaften des Schlägers. Da dies ein schleichender Prozess ist, merken dies viele Spieler, und vor allem Anfänger, nicht. Somit spielen viele Spieler einen Tennisschläger, der gar nicht mehr die von Ihnen benötigten Spieleigenschaften besitzt. Also, auch wenn die Saite mal nicht reissen will, kann die Siate trotzdem verschlissen sein, oder einfach schon zu sehr nachgelassen haben. Aus diesem Grund sollte man seine besaitung in regelmäßigen Abständen immer wieder erneuern lassen.
bloxwerk.de: Hast du auch spezielle Tipps für den Selbstbesaiter? Du besaitest deine Rackets ja auch selber ...
Wacki: Ja, ich bespanne meine Schläger selber. Erstens spart man sich dadurch ein bisschen Geld, ein wenig Zeit da man den Schläger nicht irgendwo hinbringen und dann wieder abholen muß. Man kann dadurch auch ein wenig testen, mal etwas härten oder weicher bespannen beispielsweise. Jeder muss für sich selbst überlegen, ob er selbst besaiten will. Es gibt viele verschiedenen Modelle an Besaitungsmaschinen. In der Regel reichen schon mechanische Besaitungsmaschinen aus. Das Selbstbesaiten ist nicht sonderlich schwierig, aber man sollte es sich gerade am Anfang schon von einem erfahrenen Besaiter zeigen lassen, damit man keine Fehler macht. Im schlimmste Fall kann man durch die hohen Zugkräfte des tennisrahmen beschädigen oder kaputtmachen. Wie das Schlägerbespannen aber geht, hat man in der Regel schnell gelernt.
bloxwerk.de: Vielen Dank für das interessante und ausführliche Gespräch. Da waren sicher für den ein oder anderen Tennisspieler, aber auch Selbstbesaiter, ein paar gute Tipps und Anregungen dabei. Wir wünschen dir weiterhin viel Spaß und Erfolg beim Sportln! Alles Gute, Wacki!
Wacki: Danke!
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